Garten, Topf und Vase
Die zweite Ernte

Heute einmal nichts aus dem Garten, dem Topf oder der Vase,


obwohl viele Gartenbesitzer schon eine veredelte Variante des Holunders, den Duftholunder (Sambucus nigra Thundercloud) in ihren Garten gepflanzt haben.
Nachdem ich in Frühjahr einen Artikel über das veredeln der Holunderblüten zu einem Likör und einem Sirup geschrieben habe, geht es heute um die Holunderbeeren.

Standort:


Zu finden ist der Schwarze Holunder an Wegrändern, Waldrändern aber auch in den Wäldern finden wir den Strauch. An den Straßen stehen oft auch große üppige Büsche, ja Bäume mit sehr dicken Beeren, nur diese sollte man nicht verarbeiten, sie sind mit giftigen Schwermetallen von den Autoabgasen belastet. In meiner Heimat Norddeutschland nennt man ihn auch Flieder, in Österreich und Bayern wird er Holler genannt.
Die ersten Beeren reifen jetzt, Ende August, heran. Ja vereinzelnde Büsche oder Bäume tragen schon reife Früchte. Jetzt ist es an der Zeit mit dem Sammeln der reifen, dunkelblauen bis schwarzen Beeren zu beginnen.

Die Ernte:


Die Beeren werden geerntet von Ende August bis in den Oktober. Man kann sie zu vielen Speisen und Getränken verarbeiten. Schon seit der Steinzeit dienten sie als Nahrungs- oder Heilmittel.

Vorsicht:


Alle grünen Teile und auch die Kerne der Beeren sind giftig, beim Verzehr verursachen sie Brechreiz, Übelkeit und Erbrechen. Dieses bewirkt ein toxisches Glykosid, welches in die hoch giftige Blausäure zerfällt. Deshalb, niemals die Früchte direkt vom Baum oder Strauch essen!

Abhilfe:


Diesen Stoff können wird durch kochen der Beeren oder des Saftes neutralisiert und unschädlich gemacht.

Die Inhaltsstoffe:


Die Beeren enthalten wichtige Vitamine die unserer Gesundheit sehr zuträglich sind. Es sind die Vitamine: A, B1, B2, B3, B6, und C, zusätzlich sind noch Phosphor, Calcium, Kalium und Eisen.
Nicht zu verachten sind die Sekundären Pflanzenstoffe, die für unseren Körper auch gutes tun.
Stoffe wie Betacarotin und Lektin stärken unser Immunsystem.

Verwendung:


Der Schwarze Holunder wird zu Saft, Suppen, Marmelade und Gelees verarbeitet. Der Saft wird zum Beispiel auch als Mittel gegen Neuralgien, Ischias und Rheuma eingesetzt.
Der Saft, der Tee und der Sirup sollte sofort bei einer beginnenden Erkältung zubereitet und getrunken werden.

Rezepte:


Holunderbeeren-Suppe:


Zutaten:
1 Liter Wasser, 2 EL Speisestärke, 5 EL Zucker, 1 Zimtstange, Zitronensaft, 1 Priese Salz, 5 Eiweiß, 2 Nelken, Vanillinzucker

Zubereitung:
Die Holunderbeeren von den Dolden abstreifen. Die gewaschenen Beeren mit etwas Wasser weich kochen und durch ein Sieb passieren. Die Passierte Masse mit dem Wasser auffüllen, den Zucker, die Zimtstange und Nelken dazu geben und alles zum Kochen bringen.
Die Äpfel klein Raspeln und in die kochende Suppe geben.
Die Speisestärke in kaltem Wasser anrühren und die Suppe damit binden.
Das Ganze wird mit Zitronensaft und etwas Salz abgeschmeckt.
Zum Servieren das Eiweiß mit Vanillinzucker steif schlagen und wie ein Häubchen auf die Suppe setzen. Alternativ kann man anstatt des Eiweißes auch etwas Naturjogurt oder Sahne nehmen.

Holunderbeeren Likör


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